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	<title>Kommentare zu: Das Fett regieren?</title>
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	<description>Fundiertes Genörgel wider die Abstraktion des Politischen</description>
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		<title>Von: ?</title>
		<link>http://www.diffusionen.de/2009/09/21/das-fett-regieren/comment-page-1/#comment-128</link>
		<dc:creator>?</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Oct 2009 09:57:42 +0000</pubDate>
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		<description>... es scheint mit dem Dicksein also ein Teufelskreis zu sein. Sichtbares Fettgewebe am Körper (außer natürlich, wohl dosiert, in weiblichen Brüsten) gilt nicht nur als hässlich, sondern auch als selbst verschuldet - ein Indiz für die falschen Prioritäten, für mangelnde Disziplin, mangelnde Selbst-Regierung. Das kann schließlich nur passieren, wenn man zuviel oder falsch isst, sich zu wenig bewegt, zu wenig auf sich achtet. Das ist dumm, also ist, wer dick ist, dumm - und wird, wie grenwi oben zeigt, noch dümmer. Oh je.
Menschen mit Körperfett taugen daher nicht zum Vorbild - es sei denn, sie begreifen das Problem und nehmen ab, um dann zum Ex-Fett-Vorbild werden zu können. Vielleicht ist es deswegen üblich, dass Magazincover immer mit Photoshop &quot;verschönert&quot; werden. Wie im Fall von Kelly Clarkson - hier Artikel dazu auf &lt;a href=&quot;http://laurietobyedison.com/discuss/?p=1636&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Body Impolitic&lt;/a&gt; und &lt;a href=&quot;http://www.feministing.com/archives/017246.html&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;feministing. &lt;/a&gt;Die Sängerin gilt als dick, beschreibt aber im Interview zur Fotosession, dass sie mit ihrem Körper auch so zufrieden ist (zumindest manchmal) - aber die Fotos werden so retuschiert, dass sie dünn aussieht. Deswegen gilt es als total subversiv, wenn Zeitschriften nicht retuschierte Fotos veröffentlichen (&lt;a href=&quot;http://jezebel.com/5341749/glamour-shocks-readers-by-featuring-plus+size-models-belly&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Glamour&lt;/a&gt; macht damit nach einer guten Erfahrung sogar richtig &lt;a href=&quot;http://jezebel.com/5350381/coming-this-fall-more-naked-fat-ladies-in-glamour&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;Werbung&lt;/a&gt;). Mit dem Nebeneffekt, dass nochmal subtil darauf verwiesen wird, dass Kleidergröße 38 schon ziemlich riesig ist. Und wer eine neue Zeitschrift weltweit bekannt machen will, druckt am besten vorne Beth Ditto ohne Klamotten drauf (ich bewundere Beth Ditto auch, aber möchte mal den Beitrag über sie lesen, in dem NICHT betont wird, wie dick sie ist, und wünsche mir eine Welt, in der ein Foto einer dicken Künstlerin nicht wochenlang für Gesprächsstoff sorgt).
Und so toll &quot;reclaiming&quot; auch ist, und so wichtig ich &quot;fat acceptance&quot; finde: ich möchte, dass es möglich ist, sich wohl zu fühlen, ohne eine Diät zu machen UND ohne sich als &quot;fett und selbstbewusst&quot; zu definieren. Das scheinen gerade die einzigen beiden Möglichkeiten zu sein - und es ist ja schon toll, dass es zwei gibt und nicht mehr bloß eine. Trotzdem zum Kotzen. An dieser Stelle also ausnahmsweise mal ein Plädoyer für eine &quot;starke Mitte&quot; (im doppelten Sinne)!
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		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; es scheint mit dem Dicksein also ein Teufelskreis zu sein. Sichtbares Fettgewebe am Körper (außer natürlich, wohl dosiert, in weiblichen Brüsten) gilt nicht nur als hässlich, sondern auch als selbst verschuldet &#8211; ein Indiz für die falschen Prioritäten, für mangelnde Disziplin, mangelnde Selbst-Regierung. Das kann schließlich nur passieren, wenn man zuviel oder falsch isst, sich zu wenig bewegt, zu wenig auf sich achtet. Das ist dumm, also ist, wer dick ist, dumm &#8211; und wird, wie grenwi oben zeigt, noch dümmer. Oh je.<br />
Menschen mit Körperfett taugen daher nicht zum Vorbild &#8211; es sei denn, sie begreifen das Problem und nehmen ab, um dann zum Ex-Fett-Vorbild werden zu können. Vielleicht ist es deswegen üblich, dass Magazincover immer mit Photoshop &#8220;verschönert&#8221; werden. Wie im Fall von Kelly Clarkson &#8211; hier Artikel dazu auf <a href="http://laurietobyedison.com/discuss/?p=1636" rel="nofollow">Body Impolitic</a> und <a href="http://www.feministing.com/archives/017246.html" rel="nofollow">feministing. </a>Die Sängerin gilt als dick, beschreibt aber im Interview zur Fotosession, dass sie mit ihrem Körper auch so zufrieden ist (zumindest manchmal) &#8211; aber die Fotos werden so retuschiert, dass sie dünn aussieht. Deswegen gilt es als total subversiv, wenn Zeitschriften nicht retuschierte Fotos veröffentlichen (<a href="http://jezebel.com/5341749/glamour-shocks-readers-by-featuring-plus+size-models-belly" rel="nofollow">Glamour</a> macht damit nach einer guten Erfahrung sogar richtig <a href="http://jezebel.com/5350381/coming-this-fall-more-naked-fat-ladies-in-glamour" rel="nofollow">Werbung</a>). Mit dem Nebeneffekt, dass nochmal subtil darauf verwiesen wird, dass Kleidergröße 38 schon ziemlich riesig ist. Und wer eine neue Zeitschrift weltweit bekannt machen will, druckt am besten vorne Beth Ditto ohne Klamotten drauf (ich bewundere Beth Ditto auch, aber möchte mal den Beitrag über sie lesen, in dem NICHT betont wird, wie dick sie ist, und wünsche mir eine Welt, in der ein Foto einer dicken Künstlerin nicht wochenlang für Gesprächsstoff sorgt).<br />
Und so toll &#8220;reclaiming&#8221; auch ist, und so wichtig ich &#8220;fat acceptance&#8221; finde: ich möchte, dass es möglich ist, sich wohl zu fühlen, ohne eine Diät zu machen UND ohne sich als &#8220;fett und selbstbewusst&#8221; zu definieren. Das scheinen gerade die einzigen beiden Möglichkeiten zu sein &#8211; und es ist ja schon toll, dass es zwei gibt und nicht mehr bloß eine. Trotzdem zum Kotzen. An dieser Stelle also ausnahmsweise mal ein Plädoyer für eine &#8220;starke Mitte&#8221; (im doppelten Sinne)!<br />
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		<title>Von: grenwi</title>
		<link>http://www.diffusionen.de/2009/09/21/das-fett-regieren/comment-page-1/#comment-124</link>
		<dc:creator>grenwi</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Sep 2009 20:39:13 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;p&gt;Dazu passt, dass US-Forscher kürzlich medienwirksam veröffentlichten, dass Fettleibigkeit zu Hirnschwund führe: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,645113,00.html&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Das ist zumindest, was der Spiegel aus der Studie als implizites Ergebnis präpariert. Dicke sind also nicht nur zur Unterschicht verdammt, weil sie dick sind. Stattdessen kommt alles Schlimme zusammen, da die Forschung nun auch beweisen konnte, dass Dicke tendenziell dümmer sind.&lt;/p&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dazu passt, dass US-Forscher kürzlich medienwirksam veröffentlichten, dass Fettleibigkeit zu Hirnschwund führe: <a href="http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,645113,00.html" rel="nofollow">http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/0,1518,645113,00.html</a></p>
<p>Das ist zumindest, was der Spiegel aus der Studie als implizites Ergebnis präpariert. Dicke sind also nicht nur zur Unterschicht verdammt, weil sie dick sind. Stattdessen kommt alles Schlimme zusammen, da die Forschung nun auch beweisen konnte, dass Dicke tendenziell dümmer sind.</p>
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