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	<title>Kommentare zu: Eklat am Nockherberg: APZ vs. GEP</title>
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	<description>Fundiertes Genörgel wider die Abstraktion des Politischen</description>
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		<title>Von: ska</title>
		<link>http://www.diffusionen.de/2010/03/05/eklat-am-nockherberg-apz-vs-gep/comment-page-1/#comment-149</link>
		<dc:creator>ska</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 07:30:12 +0000</pubDate>
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		<description>ich finde das eine sehr passende satire.  die echoes der vergangenheit, die in der aufforderung zum arbeiten als gesellschaftliche pflichtaufgabe sich manfestieren, sind doch offensichtlich. allerdings sind diese echoes viel älter, als sie in der aktuellen debatte diskutiert werden. oder woher kommen &quot;&lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitshaus&quot; rel=&quot;nofollow&quot;&gt;arbeitshäuser&lt;/a&gt;&quot; und ähnliche institutionen zur &quot;behandlung&quot; von menschen, die nicht arbeiten wollten; diese sind erfindungen des 17. u. 18. jahrhunderts.  die steigerung und rassistische aufladung dieses arbeitsfetisches im deutschen faschismus ist sicher einzigartig. ihre kontingenten vorläufer sind aber schon in den ambivalenzen der moderne vorzufinden (vgl. u. a. die bücher von zymunt bauman, &quot;moderne und ambivalenz&quot; und &quot;dialektik der ordnung&quot;).
dass die vorsitzende des  zentralrats der juden sich über eine solche bemerkung beschwert, kann aus der perspektive der opfer und betroffenen sicher mehr als akzeptiert werden. das verdient den nötigen respekt
beim genaueren lesen finde ich aber hat in diesen fall der kabarettist recht, auf die oben beschriebenen kontinuitäten eines ordnungsdenkens und arbeitswahns hinzuweisen. denn diese kontinuitäten sind ja das problem, und nicht die vermeintlich oder sogar auch wirklich unangemessene polemik. knobloch hat also aus meiner sicht eigentlich einen verbündeten in lerchenberg, der leider nicht gesehen wird. aber dies ist auch eine frage, a) was als problem anerkannt wird und b) sogar, wie wir faschismus und seine aktuellen postfaschistischen auswirkungen interpretieren.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>ich finde das eine sehr passende satire.  die echoes der vergangenheit, die in der aufforderung zum arbeiten als gesellschaftliche pflichtaufgabe sich manfestieren, sind doch offensichtlich. allerdings sind diese echoes viel älter, als sie in der aktuellen debatte diskutiert werden. oder woher kommen &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitshaus" rel="nofollow">arbeitshäuser</a>&#8221; und ähnliche institutionen zur &#8220;behandlung&#8221; von menschen, die nicht arbeiten wollten; diese sind erfindungen des 17. u. 18. jahrhunderts.  die steigerung und rassistische aufladung dieses arbeitsfetisches im deutschen faschismus ist sicher einzigartig. ihre kontingenten vorläufer sind aber schon in den ambivalenzen der moderne vorzufinden (vgl. u. a. die bücher von zymunt bauman, &#8220;moderne und ambivalenz&#8221; und &#8220;dialektik der ordnung&#8221;).<br />
dass die vorsitzende des  zentralrats der juden sich über eine solche bemerkung beschwert, kann aus der perspektive der opfer und betroffenen sicher mehr als akzeptiert werden. das verdient den nötigen respekt<br />
beim genaueren lesen finde ich aber hat in diesen fall der kabarettist recht, auf die oben beschriebenen kontinuitäten eines ordnungsdenkens und arbeitswahns hinzuweisen. denn diese kontinuitäten sind ja das problem, und nicht die vermeintlich oder sogar auch wirklich unangemessene polemik. knobloch hat also aus meiner sicht eigentlich einen verbündeten in lerchenberg, der leider nicht gesehen wird. aber dies ist auch eine frage, a) was als problem anerkannt wird und b) sogar, wie wir faschismus und seine aktuellen postfaschistischen auswirkungen interpretieren.</p>
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