Sie kamen in Massen. Größtenteils Wirtschaftsflüchtlinge. Sie schufen Parallelgesellschaften, in denen sie ihre Traditionen pflegten, ihre eigene Sprache sprachen und ihr eigenes Brot buken. Ihre Frauen wurden selten berufstätig. Streitigkeiten zwischen verschiedenen religiösen Gruppierungen waren an der Tagesordnung. Hatten die deutschen Einwanderer in die USA ein Integrationsproblem? Und wie steht es heutzutage mit der Integration deutscher Immigrant_innen in der Schweiz? Für sie gibt es eigene Integrationsplakate.
Der Kanton Zürich hat am Montag eine Plakatkampagne zur Integration lanciert, die die “Integrationsformel ‘fördern und fordern’” bebildern soll und sich sowohl an Zugewanderte als auch an Schweizer_innen richtet. “Die Idee: Gute Ratschläge zu Alltagsthemen erleichtern – wenn Sie befolgt werden – das friedliche Zusammenleben aller.”
Die Hauptsprache der Kampagne ist ein vereinfachtes Schweizerdeutsch, die guten Ratschläge gibt es aber auch in anderen Sprachen, um möglichst viele Migrant_innen anzusprechen. Interessant: auf der Website des Kanton Zürich ist ein einziges Plakat nicht in Schweizerdeutsch, sondern in Hochdeutsch abgebildet. Der Verdacht drängt sich auf, dass es sich vornehmlich an deutsche Immigrant_innen im Kanton Zürich richtet:
Tja, die überlegenen deutschen Umgangsformen mal wieder.
(ein Dank an den Braunen Mob für den Hinweis auf die Kampagne)
