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	<title>.: Diffusionen.de &#187; Asbo</title>
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	<description>Fundiertes Genörgel wider die Abstraktion des Politischen</description>
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		<title>Magdeburg vs. Jugend im Öffentlichen Raum = 2:0?</title>
		<link>http://www.diffusionen.de/2009/05/14/magdeburg-vs-jugend-im-offentlichen-raum-20/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 May 2009 19:36:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>critiska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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		<description><![CDATA[Magdeburg &#8230; die Avantgarde der Kontrollgesellschaft?
Magdeburg, ihres Zeichens Landeshauptstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt, scheint gerade um eine neuen Titel in Sachen Kontrollgesellschaft zu spielen.
Nicht nur eilt dieser Stadt der vermeintlich ruhmreiche Ruf voraus, eine der Kommunen zu sein, die in Sachen Beschränkung von bestimmten Verhaltensweisen in öffentlichen Räume ihre politischen Spielräume weit ausnutzt. In Magdeburg, aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Magdeburg &#8230; die Avantgarde der Kontrollgesellschaft?</strong></p>
<p>Magdeburg, ihres Zeichens Landeshauptstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt, scheint gerade um eine neuen Titel in Sachen <a href="http://www.nadir.org/nadir/archiv/netzkritik/postskriptum.html">Kontrollgesellschaft </a>zu spielen.</p>
<p>Nicht nur eilt dieser Stadt der vermeintlich ruhmreiche Ruf voraus, eine der Kommunen zu sein, die in Sachen Beschränkung von bestimmten Verhaltensweisen in öffentlichen Räume ihre politischen Spielräume weit ausnutzt. In <a href="http://www.magdeburg.de/media/custom/698_5706_1.PDF">Magdeburg</a>, aber auch in Erfurt, Freiburg, Erlangen und Marburg wurden <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/888424/">Verschärfte Stadtordnungen eingeführt</a>, die &#8221;das Lagern von Personengruppen&#8221; erschweren sollen &#8211; und dafür zeitlich und räumlich beschränkte Alkoholverbote durchgesetzt.</p>
<p>Nein, jetzt geht dieses Spiel in eine zweite Halbzeit. Denn seit dieser Woche ist bekannt geworden, dass an einem öffentlichen Platz in Magdeburg zwei so genannte Mosquitos aufgestellt worden sind. Was aber ist ein Mosquito? Die ortsansässige Volkstimme vom 12.5.09 erklärt:</p>
<blockquote>
<div class="box-body-text">&#8220;- The Mosquito ist ein Ultraschall-Störgeräuschsender mit Schallwellen in hohen Frequenzbereichen (17 kHz bis 18,5 kHz).</div>
<div class="box-body-text">- Entwickelt wurde das Gerät 2005 in Großbritannien mit dem Ziel, &#8220;herumlungernde&#8221; Teenager zu vertreiben. 2006 wurde es auf dem Markt eingeführt. Seit 2007 werden die sehr umstrittenen Geräte auch in der Schweiz, Deutschland und Österreich verkauft.</div>
<div class="box-body-text">- In Deutschland sollen etwa 700 Exemplare zu einem Stückpreis von 850 Euro abgesetzt worden sein.</div>
<div class="box-body-text">- Gehört wird der Ton angeblich nur von jungen Leuten unter 25 Jahren; danach lässt die Wahrnehmungsfähigkeit des menschlichen Gehörs für hohe Frequenzen nach.</div>
<div class="box-body-text">- Zum Test eingesetzt wurde das Gerät vor einer Bäckerei in Newport, South Wales, um Jugendliche zu vertreiben, die dort ihren Treffpunkt hatten. Es zeigte sich allerdings, dass auch einige Erwachsene und (angeblich) sogar Senioren den unangenehmen Pfeifton wahrnehmen konnten.</div>
<div class="box-body-text">- Eine Reichweite von 20 m kann der Ton haben; ab 10 min. wird er unerträglich für Menschen mit gutem Gehör.&#8221;</div>
</blockquote>
<div class="text">Tja, sowas fand sich also in Magdeburg im Stadtzentrum ( Kreuzung Breiter Weg/Reuter-Allee). Aufgehängt wohl von UnternehmerInnen, die nach Berichten hilflos waren und sind gegenüber &#8220;Jugendlichen&#8221;, &#8220;Müll&#8221; und anderen unerwünschten Dingen. Inzwischen sind die Mosquitos laut Medienberichten abgehängt worden. Allerdings gibt es die Debatte um diese Mosquitos nicht nur in Magdeburg, wie die Volksstimme vom 12.5.09 berichtet:</div>
<blockquote>
<div style="4px;"><span>&#8220;Aufregungen um Mosquito-Geräte gab es bereits in mehreren Bundesländern, im Rheinland und im Saarland, wo sie an Schulen installiert worden waren, um Jugendliche nach dem Unterricht fernzuhalten. Im Kreis Osnabrück wurde es an einem Spielplatz eingesetzt, um Jugendliche zu verscheuchen. Niedersachsens Sozialministerin ließ daraufhin prüfen, ob von dem Gerät Gesundheitsgefahren ausgehen.&#8221;<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br />
<!--[endif]--></span></div>
</blockquote>
<div style="4px;">Trotzdem erscheint die Stadt Magdeburg als ein Symtom, als ein Zeichen für gesellschaftliche Verwerfungen.</div>
<div style="4px;">Wofür also steht diese Stadt? Für eine Gesellschaft, die ratlos ist, wie es scheint. Die anstatt Probleme zu lösen, diese nur noch verdrängt. Die Probleme &#8220;managt&#8221;, statt sie zu diskutieren und demokratisch zu bearbeiten. Diese Zeit scheint vorbei &#8230;</div>
<div style="4px;">In dem einleitenden Essay zum Ausstellungskatalog &#8220;Are the kids alright?&#8221; beschreibt Florian Heßdörfer unter dem Titel &#8220;Die Kontrolle der Jugend &#8211; Die halboffenen Augen der Kameras&#8221; folgende gesellschaftlichen Prozesse:</div>
<blockquote>
<div style="4px;">&#8220;Eine Gesellschaft hat Angst vor denen, die für sie überflüssig sind. Wenn diese sich schließlich so fühlen und öffentlich so auftreten, sich also „anti-sozial“ verhalten, sodass einzelne Vertreter einer vagen moralischen Mehrheit sich ebenso vage belästigt fühlen, verteidigt der Staat diese prekäre Gesellschaft. Er verteidigt eine Gesellschaft, von der er andererseits gerne glauben mag, dass sie an sich nicht so recht existiert, mit Hilfe von Zwangs- und Kontrollmaßnahmen, die vor allem sagen „Deine Angst existiert und zwar berechtigt“ und so aussehen, also seien sie von allzu übereifrigen Eltern gemacht. Weil für die „kids from hell“ aber eben diese effektiven Eltern ebenfalls nicht existieren, gibt es stattdessen Kameras von oben. Man blickt in die Kameras wie in das halboffene Auge eines Tieres, das keiner kennt. Manche fürchten sich, manche sehen sich selbst. Beide Effekte sind erwünscht.&#8221;</div>
</blockquote>
<div style="4px;">Diese Analyse lässt sich auch auf den Einsatz des Mosquitos übertragen, nur dass wir das Tier nicht sehen, sondern es hören &#8211; es könnte eine Klapperschlange sein, auf der Lauer nach den nächsten devianten &#8220;Opfern&#8221;. Und nicht nur &#8220;der Staat&#8221; kümmert sich um seine Ordnung, seine Sauberkeit und seine Normalität im öffentlichen Raum. Nein, auch unternehmerische Individuen und Institutionen haben ihre Interessen, die es zu verteidigen gilt.</div>
<div style="4px;">Was tun? Vielleicht gleich mit Lärm und Dreck auf die Plätze zurückkehren, sie sich aneignen und die Angst vor der Klapperschlange zurück zu denen Tragen, die nicht mehr die Ursachen sozialer Ungleichheit bekämpfen, sondern nur noch Probleme verwalten. Vieleicht aber mindestens die Augen und Ohren offen halten, um den gesellschaftlichen Tieren nicht zu erliegen &#8230;</div>
<div style="4px;"><img src="http://www.volksstimme.de/no.gif" alt="" width="1" height="1" /></div>
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		</item>
		<item>
		<title>EnWi zum Hören 1: Jugendliche außer Kontrolle</title>
		<link>http://www.diffusionen.de/2009/05/09/enwi-zum-horen-1-jugendliche-auser-kontrolle/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 May 2009 16:34:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Engagierte Wissenschaft e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Asbo]]></category>
		<category><![CDATA[Audio]]></category>
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		<category><![CDATA[Kids]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ausstellung "Are the Kids Alright?" ist erfolgreich zu Ende gegangen. Wer sie verpasst oder Entzugserscheinungen hat, kann sich einen Radiobeitrag dazu anhören: der Beitrag "Jugendliche außer Kontrolle" von Mareike Wiemann enthält O-Töne von AusstellungsmacherInnen und einem beteiligten Künstler.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Ausstellung &#8220;Are the Kids Alright?&#8221; ist erfolgreich zu Ende gegangen. Wer sie verpasst oder Entzugserscheinungen hat, kann sich einen Radiobeitrag dazu anhören: der Beitrag <a href="http://mephisto976.uni-leipzig.de/sendungen/kultstatus/beitrag/artikel/jugendliche-ausser-kontrolle.html">&#8220;Jugendliche außer Kontrolle&#8221;</a> von Mareike Wiemann enthält O-Töne von AusstellungsmacherInnen und einem beteiligten Künstler.</p>
<blockquote><p>Jugendliche haben seit jeher einen schlechten Ruf: Sie lungern irgendwo herum, benehmen sich unmöglich und sorgen damit für Ängste bei den Erwachsenen. Wie sich das auswirkt, damit beschäftigte sich eine Ausstellung in der „Essential Existence Gallery“ in Plagwitz. Mareike Wiemann hat nachgeforscht.</p></blockquote>
<p>Der Beitrag kann <a href="http://mephisto976.uni-leipzig.de/sendungen/kultstatus/beitrag/artikel/jugendliche-ausser-kontrolle.html">hier</a> angehört oder heruntergeladen werden.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>&#8220;Antisoziales Verhalten&#8221; und politische &#8230;</title>
		<link>http://www.diffusionen.de/2009/05/04/antsoziales-verhalten-und-politische-schriftstellerinnen/</link>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 17:15:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>critiska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Engagierte Wissenschaft e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Leipziger Verhältnisse]]></category>
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		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>
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		<category><![CDATA[Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Überraschung: Eine Kritik der Überwachung und der Politisierung &#8220;antisozialen Verhaltens&#8221; 
Juli Zeh äußert sich in der ZEIT vom 30.4.09 zu ihrem neuen Schreib-Projekt, einem politischen Buch, dass sie gemeinsam mit Ilija Trojanow, dem Autor des &#8220;Weltensammlers&#8221; schreibt. Dort wird eine für mich überraschend klare gesellschaftskritische Perspektive formuliert. Ein Auszug:
&#8220;DIE ZEIT: Woran arbeiten Sie gerade?
Juli [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine Überraschung: Eine Kritik der Überwachung und der Politisierung &#8220;antisozialen Verhaltens&#8221; </strong></p>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Juli_Zeh">Juli Zeh </a>äußert sich in der ZEIT vom 30.4.09 zu ihrem neuen Schreib-Projekt, einem politischen Buch, dass sie gemeinsam mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ilija_Trojanow">Ilija Trojanow</a>, dem Autor des &#8220;Weltensammlers&#8221; schreibt. Dort wird eine für mich überraschend klare gesellschaftskritische Perspektive formuliert. Ein Auszug:</p>
<blockquote><p><strong>&#8220;DIE ZEIT: </strong>Woran arbeiten Sie gerade?</p>
<p><strong>Juli Zeh: </strong>Ich schreibe mit Ilija Trojanow ein politisches Pamphlet zum Thema persönliche Freiheit und Bürgerrechte im Antiterrorkampf, das <em>Angriff auf die Freiheit</em> heißen wird. Vor einem Jahr hat Ilija einen langen Essay dazu veröffentlicht; als ich den las, hatte ich das Gefühl: Das ist mir so nah, das könnte ich beinahe selbst geschrieben haben, bis in die Formulierungen hinein. Darüber haben wir gesprochen und beschlossen: Wenn zwei Leute zu einem Thema eine so deutliche Meinung vertreten, sollten sie sich doch zusammentun und ein Buch schreiben.&#8221;</p></blockquote>
<p>weiter lesen unter: <a href="http://www.zeit.de/2009/19/Tag-der-Arbeit-Zeh">Woran arbeiten Sie gerade, Juli Zeh? </a><a href="http://www.zeit.de/2009/19/Tag-der-Arbeit-Zeh"> </a></p>
<p>In dem Interview äußert sich Zeh auch zur Debatte um &#8220;antisoziales Verhalten&#8221; und seiner Kontrolle und Bestrafung. Zeh kritisiert:</p>
<blockquote><p>&#8220;[... ] Nicht zuletzt geht es auch um eine neue, seltsame, für mich besonders gruselige Tendenz, nämlich jene, durch möglichst umfassende Überwachung »antisoziales Verhalten« auszuschließen. Allein schon der Begriff! Antisoziales Verhalten bedeutet zum Beispiel das Wegwerfen von Kaugummipapier oder lärmende Kinder oder Fehler im Straßenverkehr. Alles das soll bald zur »Inneren Sicherheit« gehören. Wir weisen darauf hin, dass sich viele Antiterrorgesetze in Wahrheit gar nicht gegen den Terrorismus, sondern gegen den Normalbürger richten. [...]&#8220;</p></blockquote>
<p>Unsere AG Kids Control mit ihrem gerade ausgelaufenen Austellung <a href="http://www.engagiertewissenschaft.de/content/blogcategory/29/97/">&#8220;Are the Kids alright?&#8221;</a>sieht eine gedankliche Nähe zu diesen engagierten Gedanken und ist gespannt auf die Veröffentlichung des Buches im August diesen Jahres. Infos unter: <a href="http://www.hanser.de/buch.asp?isbn=978-3-446-23418-5&amp;area=Literatur">http://www.hanser.de/buch.asp?isbn=978-3-446-23418-5&amp;area=Literatur</a></p>
<p><strong>Die Rückkehr der kritischen Intellektuellen?</strong></p>
<p>Eine weitere interessante Frage könnte sein, ob es eine Repolitisierung schriftstellerischer Tätigkeiten gibt? Juli Zeh ist natürlich in diesem Kontext kein unbeschriebenes Blatt, sondern hat sowohl in ihren Romanen wie Reportagen politische und gesellschaftliche Perspektiven in die Werke eingeflochten.</p>
<p>Und dass Ilija Trojanow hier eine weitere wichtige Figur verkörpert, ist ebenfalls bekannt. Seine Essaysammlung <strong><em>Kampfabsage. Kulturen bekämpfen sich nicht, sie fließen zusammen</em></strong> ist schon im Titel eine klares Statement gegen kulturellen Rassismus und Ethnozentrismus.</p>
<p>Die Frage ist darüber hinaus natürlich reine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kaffeesatzlesen#Lesen_im_Kaffeesatz_.28Kaffeedomantie.29">Kaffeesatzleserei, </a>aber auch sowas macht ja bekanntlich reichlich Freude. Wir bleiben hier wachsam und schauen, was sich so bewegt in der literarischen Welt.</p>
<p>Abschließen möchte ich meine Bemerkungen mit dem finalen Zitat von Juli Zeh aus dem oben genannten Interview zum Stil des Buches und seiner &#8220;Zielgruppe&#8221;:</p>
<blockquote><p>&#8220;[...] Bei diesem Buch ist es eher ein Austoben nach außen, ein kurzer, stark verdichteter Text von 120 Seiten, vom Stil her nicht so intellektuell-essayistisch, wie man normalerweise hier in Deutschland schreibt, sondern wirklich polemisch. Was nicht bei drei auf den Bäumen ist, wird angegriffen.&#8221;</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>ASBO, ich hör immer nur Asbo&#8230;</title>
		<link>http://www.diffusionen.de/2009/03/27/asbo-ich-hor-immer-nur-asbo/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Mar 2009 09:34:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Engagierte Wissenschaft e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Asbo]]></category>
		<category><![CDATA[EnWi]]></category>
		<category><![CDATA[Kids]]></category>

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		<description><![CDATA[So genannte Anti-social behaviour orders (ASBO) waren einer der Auslöser der heute in der essential existence gallery eröffnenden Ausstellung "Are the Kids Alright?".

ASBOs sind in aller Munde - sie bezeichnen nicht mehr nur die Verfügung/Verordnung, sondern auch die Personen, die sie bekommen:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So genannte Anti-social behaviour orders (ASBO) waren einer der Auslöser der heute in der <a href="http://www.eexistence.de/">essential existence gallery</a> eröffnenden Ausstellung <a href="http://kids.engagiertewissenschaft.de">&#8220;Are the Kids Alright?&#8221;</a>.</p>
<p>ASBOs sind in aller Munde &#8211; sie bezeichnen nicht mehr nur die Verfügung/Verordnung, sondern auch die Personen, die sie bekommen:</p>
<blockquote><p>But as one young person pointed out in an online chatroom: &#8220;I am 15 years old and I have never smoked, drunk alcohol, had sex or been offered drugs. For every <a href="http://www.guardian.co.uk/society/asbos">asbo</a> in a hoodie with a knife tucked up his sleeve, there&#8217;s at least 100 good guys. The good guys don&#8217;t make headlines.&#8221; (<a href="http://www.guardian.co.uk/society/joepublic/2009/mar/26/parents-children-wellbeing">the guardian</a>)</p></blockquote>
<p>Der Asbo ist sogar <a href="http://www.guardian.co.uk/education/2005/jun/21/learnlessonplans.secondaryschools">im Lexikon angekommen</a>. Mit Asbos werden Witze gemacht, T-Shirts und Bücher verkauft. Sie sind beliebt &#8211; aber auch <a href="http://www.guardian.co.uk/society/2005/jun/12/penal.humanrights">umstritten</a>. Sind Verbote effektiv? Sind solch detaillierte Eingriffe zulässig? Verletzt die öffentliche Anprangerung &#8211; das <em>&#8220;naming and shaming&#8221;</em> &#8211; als unerlässlicher Bestandteil des Asbo nicht Bürgerrechte und Privatsphäre? Und wer ist eigentlich &#8220;die Gesellschaft&#8221;?</p>
<p>Das Mittel des Asbo wird aktuell auch gegen homophobe Witze im Hip-Hop genutzt &#8211; bringt nix, sagt <a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2009/mar/25/chris-moyles-homophobia">Zoe Williams im Guardian</a>. &#8220;The more you outlaw words, the more power you give them.&#8221; Vielleicht hat sie Recht &#8211; den Eindruck könnte jedenfalls bekommen, wer den <a href="http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/columnists/rod_liddle/article5950286.ece">Kommentar von Rod Liddle</a> in der Times liest: er freut sich, dass homophobe Witze endlich wieder lustig werden, so wie er rassistische Witze auch erst wieder lustig findet, weil sie verboten sind.</p>
<p>Absurde ASBOs der letzten Monate:</p>
<ul>
<li>Mann darf keine Filzstifte mehr bei sich tragen (<a href="http://www.guardian.co.uk/uk/2009/jan/02/felt-tip-pens-asbo">the guardian</a>)</li>
</ul>
<ul>
<li>Schafe verletzen ASBO-Auflagen und bringen einem Schäfer Bewährungsstrafe ein (<a href="http://www.guardian.co.uk/uk/2009/jan/31/uk-news-in-brief">the guardian</a>)</li>
</ul>
<p>Mehr über ASBOs, ihre Effekte und Aneignungen gibt es zu sehen, zu hören und zu lesen bei der <a href="http://kids.engagiertewissenschaft.de">Ausstellung &#8220;Are the Kids Alright?&#8221; der AG KidsControl</a> &#8211; ab heute bis 26. April in der <a href="http://www.eexistence.de/">essential existence gallery </a>im Westwerk, Karl-Heine-Str. 93, Leipzig.</p>
<p style="text-align: left;">
]]></content:encoded>
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