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	<title>.: Diffusionen.de &#187; Deutschsein</title>
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	<description>Fundiertes Genörgel wider die Abstraktion des Politischen</description>
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		<title>Kulturfragen</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 10:52:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>alocin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschsein]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Bilder sprechen für sich.
Hier: Das Auswärtige Amt stellt die &#8220;Aktion Afrika&#8221; vor. Es geht um deutsch-afrikanischen Kulturaustausch. Nebenbei wird Afrika als bilateraler Partner für Deutschland mal wieder als ein Gesamtstaat behandelt.
Mir geht es aber um die beiden Bilder:
Wie sieht &#8216;deutsche&#8217; Kultur aus, und was ist &#8216;afrikanische&#8217; Kultur?





Auswärtiges Amt: &#8220;Aktion Afrika &#8211; Deutschland setzt sein Engagement [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bilder sprechen für sich.<br />
Hier: Das Auswärtige Amt stellt die &#8220;Aktion Afrika&#8221; vor. Es geht um deutsch-afrikanischen Kulturaustausch. Nebenbei wird Afrika als bilateraler Partner für Deutschland mal wieder als ein Gesamtstaat behandelt.</p>
<p>Mir geht es aber um die beiden Bilder:<br />
Wie sieht &#8216;deutsche&#8217; Kultur aus, und was ist &#8216;afrikanische&#8217; Kultur?</p>
<div class="mceTemp">
<dl id="attachment_232" class="wp-caption" style="width: 460px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a rel="attachment wp-att-232" href="http://www.diffusionen.de/2010/07/03/kulturfragen/bild-5/"><img class="size-medium wp-image-232" src="http://www.diffusionen.de/wp-content/uploads/2010/07/Bild-5-450x714.png" alt="" width="450" height="714" /></a></dt>
</dl>
</div>
<p>Auswärtiges Amt: &#8220;Aktion Afrika &#8211; Deutschland setzt sein Engagement fort&#8221;.</p>
<p>Zu finden auf <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Aussenpolitik/RegionaleSchwerpunkte/Afrika/Kultur/aktion-afrika-grundsatz,__page=3.html">www.auswaertiges-amt.de</a></p>
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		<title>&#8220;Respekt²&#8221; für das &#8220;neue Deutschland&#8221;?</title>
		<link>http://www.diffusionen.de/2009/06/14/respekt%c2%b2-fur-das-neue-deutschland/</link>
		<comments>http://www.diffusionen.de/2009/06/14/respekt%c2%b2-fur-das-neue-deutschland/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 14 Jun 2009 21:40:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>critiska</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Alltagsrassismus]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Gegenteil von gut ist gut gemeint? Zur Relativierung und Abschaffung deutscher NS-Vergangenheit im migrantischen Rap dieser Gesellschaft. Eine Befragung

Vor einigen Wochen erschein die CD &#8220;Respekt!² Die Hinhören CD&#8220;, herausgegeben vom Jugendsender MDR Sputnik, in Kooperation mit dem Landesjugendring Thüringen e.V., der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt und SPIESSER - Die Jugendzeitschrift.  Diese ist mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Das Gegenteil von gut ist gut gemeint? Zur Relativierung und Abschaffung deutscher NS-Vergangenheit im migrantischen Rap dieser Gesellschaft. Eine Befragung<br />
</strong></p>
<p>Vor einigen Wochen erschein die CD &#8220;<a href="http://respekt.yougend.com/pages/respekt-cd.php">Respekt!² Die Hinhören CD</a>&#8220;, herausgegeben vom Jugendsender MDR <a href="http://www.sputnik.de/">Sputnik</a>, in Kooperation mit dem <a href="http://www.landesjugendring-thueringen.de/">Landesjugendring Thüringen e.V.</a>, der <a href="http://www.lpb.sachsen-anhalt.de/">Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt</a> und <a href="http://www.spiesser.de/">SPIESSER </a>- Die Jugendzeitschrift.  Diese ist mit 13 Songs von prominenten KünstlerInnen wie Jennifer, Rostock, Tomte, Jan Delay, Peter Fox, Samy Deluxe etc. ausgestattete CD wurde und wird mit der Stückzahl von 40.000 Exemplaren u. a. an Schulen Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt verteilt. In diesem Kontext gab es auch im Mai 2009 eine sog. <a href="http://www.sputnik.de/respektwoche-2009/aktion">Respekt-Woche </a>des Radio-Senders Sputnik unter dem Motto &#8220;Respekt statt Hass, Toleranz statt Gewalt&#8221;.</p>
<p>Auf der besagten CD steuert der Rapper Samy Deluxe den Titel &#8220;Dis ist wo ich herkomm&#8221; einen zentralen Titel der CD bei, ist er doch auch im Booklet der Sachsen-CD mit den kompletten Lyrix vertreten. Und Samy Deluxe hat auch gerade eine <a href="http://www.rowohlt.de/buch/Samy_Deluxe_Dis_wo_ich_herkomm_Deutschland_Deluxe.07062009.2739000.html">Biographie unter dem gleichen Namen </a>herausgebracht.</p>
<p>Aber was singt der schon seit Jahren bekannte und erfolgreiche Rapper da eigentlich genau? So fängt das Lied an:</p>
<blockquote><p>&#8220;Ey, uh, yeah, hört ihr das?                                                                                                         Das ist &#8216;ne neue Perspektive auf die ganze Scheiße, haha!</p>
<p>Dies hier ist unser Deutschland<br />
Dies hier ist euer Deutschland<br />
Dies ist das Land wo wir leben<br />
Dies ist das neue Deutschland&#8221;</p></blockquote>
<p>Naja, also erstmal ne nationale Perspektive reinbringen &#8211; &#8220;Deutschland&#8221; ist erst mal als Referenzrahmen des Sprechens und als Problemraum aufgemacht.</p>
<p>Dann geht es fröhlich weiter:</p>
<blockquote><p><span>&#8220;Pass auf es geht so, hoff ihr verstehts so<br />
wir müssen was für unser Land tun für unser Ego<br />
Dies ist der Startschuss für die Kampange es geht los<br />
Ziele sind gesteckt und extrem groß es ist phäno-<br />
menal egal was ihr auch sagt<br />
ich werd beweisen das ich mehr für Deutschland mach als der Staat<br />
Mit meinen Partnern denn wir geben den Kids Perspektive<br />
bisschen Aufmerksamkeit und ein bisschen mehr Liebe&#8221;<br />
<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br />
<!--[endif]--></span></p></blockquote>
<p>Okey? Ein Rapper, der was für &#8220;Deutschland&#8221; machen will (sogar in guter neoliberaler Art und Weise ohne den Staat), was für die &#8220;Kids&#8221; &#8211; und zwar &#8220;Aufmerksamkeit und Perspektive. Na, wenn soziale Ungleichheit überall so einfach bekämpft werden könnte, dann lasst bitte den guten Samy in die ganze Welt mit seinen Projekten und seinen Songs. Aber mal Spass beiseite: Die sozialen Problemlagen und strukturellen Unglerechtigkeiten in der Gesellschaft werden gar nicht benannt, sondern verbleiben im Nichtsagbaren.</p>
<p>Aber der Song hat noch mehr zu bieten:</p>
<blockquote><p>&#8220;<!--[if gte mso 9]&amp;gt;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &amp;lt;![endif]-->Ich schau mich um und habe Zweifel                                                                                           wie es weitergehen soll in diesem Land das meine Heimat ist                                                       Und ich sehe ein das die Vergangenheit hier nicht einfach ist<br />
doch wir können nicht steh&#8217;n bleiben<br />
weil die Uhr immer weiter tickt (tick &#8211; tack)<br />
Und wir haben kein Natinalstolz und das alles bloß wegen Adolf -<br />
ja toll schöne Scheiße der Typ war doch eigentlich &#8216;n Österreicher<br />
Ich frag mich was soll das, als wäre ich Herbert Grönemeyer<br />
Die Nazizeit hat unsere Zukunft versaut<br />
die Alten sind frustriert deshalb badet die Jugend es aus<br />
Und wir sind es Leid zu leiden, bereit zu zeigen<br />
wir fangen gerne von vorne an, schluss mit den alten Zeiten&#8221;</p></blockquote>
<p>Ahh, ja &#8230; auch so ein altbekannte Argumentation. Die negative Geschichte hat &#8220;uns&#8221; eigentlich am Wickel, bremst &#8220;unsere&#8221; Entwicklung, unser Fortkommen, sorgt für Stillstand, obwohl sich alles doch weiter bewegt. Also, &#8220;Die Vergangenheit ist also &#8220;nicht einfach&#8221;, aber was daran eigentlich? Werden die Verbrechen der NS-Diktatur genannt? Nein, es geht um eine etwas nebulöse Vergangenheit. Und dann kommt die Krönung, die Pointe: Hitler, der ja Österreicher war, versaut(e) uns den Nationalstolz. Wie bitte? Als ob <a href="http://www.aufbau-verlag.de/index.php4?page=28&amp;show=15487">das Problem Hitler allein war </a>&#8230; irgendwie kommt das einem doch ätzend bekannt vor. Nirgends ein Verweis, dass es doch die deutsche Mehrheitsgesellschaft war, die durch ihr Handeln mindestens sechs Millionen Juden und viele andere Menschen getötet, ermordet und vernichtet haben, die alle zu nicht lebenswerten Subjekten gemacht wurden.</p>
<p>Aber damit noch nicht genug, ein wenig müssen noch das Kriegsende, die Wende, der Mauerfall, Nationalgeführ und die Schuld an zwei Weltkriegen in den Rap-Mixer, damit das rauskommt:</p>
<blockquote><p>&#8220;Siehs mal so: <!--[if gte mso 9]&amp;gt;  Normal 0 21       MicrosoftInternetExplorer4  &amp;lt;![endif]--></p>
<p><span>64 Jahre nach dem Krieg, 20 nach der Wende<br />
das war kurz nach dem Mauerfall<br />
krass wenn ich dran denke<br />
7 Jahre nach der DM, 3 Jahre nach der WM<br />
Ein Monat waren wir kurz stolz dann mussten wir uns wieder schämen<br />
denn es heißt wir haben beide Weltkriege gestartet<br />
vielleicht kann man da auch keine Selbstliebe erwarten<br />
aber, was soll&#8217;n wir tun etwa für immer depressiv sein<br />
trotz den ganzen Fortschritten der kulturellen Vielfalt&#8221;<br />
<!--[if !supportLineBreakNewLine]--><br />
<!--[endif]--></span></p></blockquote>
<p>Der nächste Hammer folgt also: Weil es nur &#8220;so heißt&#8221;, dass &#8220;wir&#8221; beide Weltkriege gestartet haben, kann also keine Selbstliebe der Deutschen erwartet wartet werden. Also: Solche Sätze ermöglichen saubersten Geschichtsrevanchismus: Denn historisch richtig ist, dass &#8220;Deutschland&#8221; diese beiden Kriege verschuldet hat, daran gibt es überhaupt keinen historischen Zweifel. Wenn daraus keine Selbstliebe der Deutschen erwächst, dann erscheint mir das normal und sogar wünschenswert, nicht problematisch.</p>
<p>Kurzum &#8211; es bleiben viele Fragen, die dieser Text meiner Meinung nach aufwirft: Müssen migrantische Stimmen im Hip-Hop einen &#8220;deutsch&#8221;-Bezug aufmachen? Diese Bezugnahme be- und hinterfragt natürlich die bisherige weisse, rassisistische Konstruktion eines &#8220;Deutschsein&#8221;. Und eine Neonazi- Instrumentalisierung der Zeilen von Samy Deluxe könnte (glücklicherweise) auch schwierig werden, weil seine migrantische Subjektivität einer rassistischen Volks- oder Bevölkerungskonstruktion einer scheinbaren &#8220;Reinheit&#8221; einer Rasse entgegen stehen würde.</p>
<p>Trotzdem eine weitere Frage: Für wen spricht eigentlich der Rapper? Und mit wem? Die Frage der Repräsentation muss auf jeden Fall kritisch beleuchtet werden, gerade wenn hier an das Tun für ein Land , gegen Langeweile, Depression, Pessimismus und andere vermeintlich falsche Daseinszustände appelliert wird.</p>
<p>Zuletzt: Warum wird die Vergangenheit als Last, als Hindernis, als problematische Erzählung wahrgenommen? Ich hätte vielleicht eher erwartet, dass sie ein zu aktualisierender, zentraler Erinnerungsraum für die Gesellschaft sein sollte. Die Erinnerung könnte auch im migrantischen Rap diskutiert werden unter mindestens zwei Gesichtspunkten: a) Was für Alltagsrassistsiche und strukturelle Diskriminierungserfahrungen es in dieser postnazistischen Gesellschaft weiterhin gibt gegenüber Menschen, die wir als &#8220;Anders&#8221; wahrnehmen, ordnen, sortierten. Und sollte hier vor Kontinuitäten bzw. neuen Entwicklungen eher gewarnt werden, vor dem Hintergrund der historischen Schuld Deutschlands. b) Es wäre wünschenswert einmal zu schauen, welche alternativen Geschichten als aus einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Postkolonialismus">postkolonialen Perspektive</a> in die offizielle Deutschlandgeschichtsschreibung hineingetragen werden müssten, die migrantische Stimmen und Erfahrungen zu erzählen haben &#8211; und die das homogene Deutschland(-Bild) inklusive Volksideologie etc. auch infrage stellen könnten. Diese beiden genannten und andere Gesichtspunkte müssen natürlich überall in emanzipativen und kritischen Räumen diskutiert und proliferiert werden &#8211; dass den MigrantInnen als Aufgabe einzuschreiben, wäre genau so eine (post)koloniale Praktik, die unerwünscht ist.</p>
<p>Ich kann zu diesem ganzen Problemfeld ehrlich keinen objektiven Standpunkt formulieren, dass wäre aus einer weißen, mittelklassegeprägten Perspektive absolut anmaßend. Deshalb sind diese ganzen Zeilen eher Fragen und Problematisierungen, denn fertige Antworten.</p>
<p>Aber by the way: Warum haben eigentlich die CD-MacherInnen diesen Track für den Sampler gewählt &#8211; und dann noch die Lyrics des Textes so zentral platziert?</p>
<p>Zugegeben: Ich bleibe bei diesen vielen Fragen etwas ratlos zurück&#8230;</p>
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		<title>deutsch, deutscher, am deutschesten: echtes Infotainment</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Sep 2008 12:47:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschsein]]></category>
		<category><![CDATA[Einbürgerungstest]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Am Donnerstagabend zeigte die ARD &#8220;Wie deutsch bist du wirklich? Die Show zum Einbürgerungstest&#8220;. Wie inzwischen alle mitbekommen haben dürften, ist seit Montag, den 1.9., der bundesweite Einbürgerungstest in Kraft und wie die Show zeigt, nimmt die ARD ihren Bildungsauftrag ernst &#8211; da lasse ich mich nicht lumpen und setze mich mit einer Flasche Rotwein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstagabend zeigte die ARD &#8220;<a href="http://www.daserste.de/wiedeutsch/">Wie deutsch bist du wirklich? Die Show zum Einbürgerungstest</a>&#8220;. Wie inzwischen alle mitbekommen haben dürften, ist seit Montag, den 1.9., der bundesweite Einbürgerungstest in Kraft und wie die Show zeigt, nimmt die ARD ihren Bildungsauftrag ernst &#8211; da lasse ich mich nicht lumpen und setze mich mit einer Flasche Rotwein vor den Fernseher.</p>
<p>Zu Beginn der Sendung werden Fragen aus den Einbürgerungstests im Vereinigten Königreich und Österreich aufs Korn genommen und die beliebten Nacktbadebilder aus der Lern-DVD zum niederländischen Einbürgerungstest gezeigt. Das Setting für den Rest der Sendung: Zu jedem Themenkomplex werden sechs Fragen gestellt, die die prominenten Gäste (Claudia Roth, als <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/1588743_Die-Erfinder-kneifen.html">einzige Politikerin</a> besonders beklatscht, Dunja Hayali [Beckmann: "Ihre Eltern kommen aus dem Irak?"], Bushido, Britta Heidemann, Heiner Lauterbach und Guido Cantz), und vier &#8220;Testgruppen: (Bürgermeister, Schüler, Lehrer, Pass-Anwärter)&#8221; (ARD) beantworten müssen. Zu Beginn jedes Fragekomplexes werden lustige Einspieler mit zahnlückigen Schulkindern gezeigt, die Fragen zu Deutschland beantworten. Nach jeder Frage wird geschaut, wer recht hatte (Beckmann: &#8220;Bushido, Sie sind der Meinung, Italien grenzt an Deutschland? Wie kommen Sie denn von Deutschland nach Italien?&#8221; &#8211; Bushido: &#8220;Ich überspringe die Schweiz und Österreich und bin dann in Italien&#8221;), und als die Passanwärter bei einer Frage mit den Lehrern gleichziehen, gibt es frenetischen Applaus und La Ola.</p>
<p>Maria Böhmer, Staatsministerin für Integration und Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration, sitzt (symbolträchtig?) bei den Passanwärtern und darf ab und zu etwas erklären. So zum Beispiel, wenn die Fragen des Tests für fehlerhaft gehalten werden. Wir erfahren: Die Nichtexistenz Jugoslawiens ändert nichts daran, dass es nicht an Deutschland grenzt, und Scheel war in den paar Tagen zwischen Brandt und Schmidt nicht Bundeskanzler. Böhmer kann auch das Wappen ihres Heimatbundeslandes wunderbar erklären und debattiert mit Claudia Roth darüber, ob die Formulierung, man müsse den Vermieter auf Verlangen in die Wohnung lassen, so zulässig sei. Sie bringt dennoch auch die Information unter, was die Testteilnahme kostet und wo man die Kurse belegen kann.</p>
<p>Sarah Wiener kocht typische Gerichte einiger Bundesländer (es gibt u.a. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Handk%C3%A4se#Darreichungsform">Handkäs mit Musik</a>, über den passenden Stadtstaat zur <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Currywurst#Geschichte">Currywurst</a> wird kurz diskutiert, das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leipziger_Allerlei">Leipziger Allerlei</a> ordnen Dunja Hayali und Heiner Lauterbach aufgrund der Flusskrebse fälschlich der Küste zu, und keiner kennt <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dibbelabbes">Dibbelabbes</a>), erklärt sich zum Mischprodukt aus Deutschland und Österreich und gibt an, ihre österreichische Staatsbürgerschaft momentan nicht aufgeben zu wollen.</p>
<p>Lerneffekte gab es auch. Claudia Roth hat im EU-Parlament was gelernt: &#8220;Man merkt da, wie deutsch du bist. Du merkst plötzlich, dass Primärtugenden wie Pünktlicheit nicht nur nerven, sondern auch was gutes sein können.&#8221; Alle scheinen den Test und die Fragen eher lächerlich zu finden. Beckmann: &#8220;Dunja, wie finden Sie den Einbürgerungstest?&#8221; &#8211; Dunja Hayali: &#8220;Großartig.&#8221; (und alles lacht). Kritik wird auch geäußert. Trotzdem scheint der Test durch die Sendung Legitimation zu erfahren. Die &#8220;Pass-Anwärter&#8221; beantworten die Fragen tatsächlich seltener richtig. &#8220;Brigach und Breg bringen die Donau zuweg&#8221; wissen zwar die SchülerInnen, aber nicht einmal die Hälfte der LehrerInnen. Bushido kündigt eine neue Single an. Und Beckmann gibt in einer missglückten Überleitung vermutlich unfreiwillig preis, wie die &#8220;Pass-Anwärter&#8221; eingeschätzt werden: &#8220;Deutschland möchte mit dem Test sich die Besucher quasi aussuchen.&#8221; Ah ja.</p>
<p>Lerneffekt: Blaue, schwarze und rote Flaschen gehören in den Grünglas-Container. Das weiß von den Promis NUR BUSHIDO. Ich hätte &#8211; wie auch die anderen Promis &#8211; auf braun getippt und lerne: Grünglas hat die höhere Fehlfarbentoleranz.</p>
<p>Am deutschesten sind nach Punkten die Bürgermeister, gefolgt von Lehrern, Schülern und Passanwärtern. Hätte es Punkte für Beckmanns bräsigen Humor gegeben, wäre er sicher vorne mit dabei.</p>
<p>Das Ende vom Lied: Hatice S. aus Delmenhorst gewinnt als &#8220;beste Passanwärterin&#8221; eine Wochenendreise nach Berlin und darf Beckmann erklären, wie man ihren Namen ausspricht. Bushido, der von den Promis die wenigsten Fragen richtig beantwortet hat, hätte den Test trotzdem bestanden. &#8220;Somit darf ich Deutscher bleiben&#8221;, resümiert er. Beckmann in die Kamera: &#8220;Ich hoffe, Sie hatten ein paar Momente zu Hause&#8221;. Aber sicher doch.</p>
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		<title>Fußball die zweite: 6+5=Weltfußballrettungsformel?</title>
		<link>http://www.diffusionen.de/2008/06/09/fusball-die-zweite-65weltfusballrettungsformel/</link>
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		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 20:20:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschsein]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Nation]]></category>

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		<description><![CDATA[Die FIFA hat auf ihrer Konferenz in Sydney Ende Mai eine Resolution zur so genannten 6+5-Regel verabschiedet. In mehreren Schritten soll diese dafür sorgen, dass künftig (zur Saison 2012/2013) für jede Fußballmannschaft bei Anpfiff mindestens sechs Spieler auf dem Rasen stehen, die spielberechtigt für die Nationalmannschaft des Staates sind, auf dessen Gebiet der Verein seinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://de.fifa.com/aboutfifa/federation/bodies/media/newsid=783638.html#fifa+kongress+unterstutzt+ziele">FIFA</a> hat auf ihrer Konferenz in Sydney Ende Mai eine Resolution zur so genannten 6+5-Regel verabschiedet. In mehreren Schritten soll diese dafür sorgen, dass künftig (zur Saison 2012/2013) für jede Fußballmannschaft bei Anpfiff mindestens sechs Spieler auf dem Rasen stehen, die spielberechtigt für die Nationalmannschaft des Staates sind, auf dessen Gebiet der Verein seinen Sitz hat. Einfacher gesagt: es stehen mehr &#8220;Inländer&#8221; als &#8220;Ausländer&#8221; auf dem Platz. Obwohl diese Resolution gegen europäisches Recht verstößt, unterstützt sie auch die UEFA.<span id="more-16"></span></p>
<p><strong>It&#8217;s the economy, stupid! </strong></p>
<p>Die FIFA hat natürlich Recht damit, dass die aktuelle Konzentration auf reiche Klubs in reichen Ländern für die <em>&#8220;seit nunmehr 100 Jahren anhaltende weltweite Entwicklung&#8221;</em> des Fußballs gerade auch in finanzschwächeren Weltregionen nicht erstrebenswert ist. Interessant ist allerdings der Argumentationsverlauf. Zwar geht es um ökonomische Ungleichheiten &#8211; diese werden aber zunächst als nicht näher bezeichnete <em>&#8220;Ungleichgewichte zwischen den Kontinenten, den Ländern und den Fußballakteuren&#8221;</em> beschrieben. Zudem stehen sie nicht im Vordergrund, sondern erscheinen lediglich als Effekt des Verlusts der nationalen Identität im Klubfußball, der auf die Verbandsmannschaften überschwappt: <em>&#8220;Der Verlust der nationalen Identität der Klubs gefährdet die Verbandsmannschaften und hat die Kluft zwischen den Klubs vertieft, womit die bestehenden finanziellen und sportlichen Gegensätze zwischen den Klubs noch stärker und die Klubwettbewerbe noch einseitiger und berechenbarer werden.&#8221; </em>Dieser Verlust ist es schließlich, der bekämpft werden soll &#8211; dadurch soll unter anderem auch die Identifikation der Fans vor Ort mit &#8220;ihren&#8221; Vereinen steigen.</p>
<p><strong>6+5 &#8211; die Antwort auf welches Problem? </strong></p>
<p>Wie soll nun aber die neue Regelung der Entwicklung des Weltfußballs dienen? Wenn ihre Chancen auf Verträge im Ausland sinken, ohne dass die Finanzkraft der Vereine vor Ort steigt, entwickelt sich die Lage für talentierte FußballerInnen aus ärmeren Regionen zunächst zum Schlechteren. Da die 6+5-Formel audrücklich nur für Spielbeginn gilt und das Verhältnis zu Spielende daher auch 3+8 betragen darf, gerät die Identitäts-Begründung ohnehin zur Farce.</p>
<p>Warum sollten &#8220;wir&#8221; uns überhaupt eher mit &#8220;einheimischen&#8221; FußballerInnen identifizieren als mit anderen? Ist es nicht so, dass &#8220;die anderen&#8221; dann ganz schnell zu &#8220;uns&#8221; gehören, wenn sie &#8220;unserem Verein&#8221; Punkte bringen? Rassismus im Stadion wird dadurch, dass &#8220;AusländerInnen&#8221; zu Spielbeginn in der Unterzahl sein müssen, gewiss nicht weniger werden. Mehrfach-Zugehörigkeiten und wechselnde Loyalitäten sind im Profisport salonfähig geworden. Warum nun dieser Rollback? Und schließlich: warum ist &#8220;unsere&#8221; Identifikation mit dem Verein eigentlich wichtiger als die von Fans in anderen Weltregionen? Pläne der englischen Premier League für Spiele im Ausland (siehe u.a. <a href="http://www.guardian.co.uk/football/2008/feb/07/newsstory.premierleague">Guardian</a>) scheinen eher in eine andere Richtung zu weisen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Geschichtsrevisionismus an der Uni?</title>
		<link>http://www.diffusionen.de/2008/05/29/geschichtsrevisionismus-an-der-uni/</link>
		<comments>http://www.diffusionen.de/2008/05/29/geschichtsrevisionismus-an-der-uni/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 29 May 2008 11:57:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>grenwi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch an der Uni Potsdam rief unlängst eine öffentliche Veranstaltung massiven Protest von StudentInnen hervor. Ein für Dienstag (27.5.2008) geplanter Vortrag von Erika Steinbach, Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, wurde von den Protestierenden durch Blockade der Vortragsräumlichkeiten verhindert. Derweil die Blockade durch massiven Polizeieinsatz aufgelöst wurde, hatte die Referentin den Veranstaltungsort bereits verlassen müssen. In [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch an der Uni Potsdam rief unlängst eine öffentliche Veranstaltung massiven <a href="http://www.asta.uni-potsdam.de/sonst/ausgabe.php3?textfile=3048">Protest von StudentInnen </a>hervor. Ein für Dienstag (27.5.2008) geplanter <a href="http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,556128,00.html">Vortrag von Erika Steinbach, Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen,</a> wurde von den Protestierenden durch Blockade der Vortragsräumlichkeiten verhindert. Derweil die Blockade durch massiven Polizeieinsatz aufgelöst wurde, hatte die Referentin den Veranstaltungsort bereits verlassen müssen. In einer Vortragsreihe mit dem Titel &#8220;Die Siedlungsgeschichte der Deutschen&#8221; sollte Frau Steinbach zum Thema &#8220;Hoch- und spätmittelalterliche Ostsiedlung bis zum 14. Jahrhundert&#8221; sprechen. <span id="more-13"></span>Schon diese zwei Titel lassen ein völkisches Verständnis von Nation in Zusammenhang mit verstärkten Anstrengungen zur Essentialisierung des &#8220;Deutschseins&#8221; vermuten. Dazu kommt die bekannte <a href="http://www.zeit.de/2004/23/Steinbach-Portr_8at">Kritik an der Referentin</a>, die mehrfach durch geschichtsrevisionistische Äußerungen und Einstellungen aufgefallen ist. Insofern ist es für die Uni, bzw. deren Studierenden sicher kein Verlust, das die Vortragsreihe als Reaktion auf die heftigen Proteste zunächst ausgesetzt wurde.</p>
<p>Wie auch kürzlich in Leipzig nach einem Vortrag des &#8216;Extremismus&#8217;-&#8221;Forschers&#8221; Eckhard Jesse beklagen nun PolitikerInnen und Medien einen Mangel an demokratischer Auseinandersetzungskultur unter den Protestierenden. <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11217939/62249/Vortrag_der_Vertriebenen_Chefin_an_Potsdamer_Uni_verhindert.html">SPD und CDU im Brandenburger Landtag distanzieren sich von den Protesten</a>. Einzig der <a href="http://peer-juergens.de/index.php?id=84&amp;tx_ttnews[tt_news]=433&amp;tx_ttnews[backPid]=26&amp;cHash=699407ac59">hochschulpolitische Sprecher der LINKEN</a> lässt erklären, die Proteste seien gerechtfertigt gewesen: <em>&#8220;Eine Universität ist ein Ort wissenschaftlicher Diskussion – aber kein Ort von revisionistischen Positionen.&#8221;</em></p>
<p>Trotz zahlreicher Parallelen zum Leipziger Fall (Vermischung von linker Kritik an Inhalt der Veranstaltung und vortragender Person, was eine inhaltliche Auseinandersetzung bei der Veranstaltung kaum möglich, bzw. anstrebenswert erscheinen lässt; stattdessen unkonventionelle Protestformen gegen den Versuch rechten Positionen öffentlichen Raum zu geben) fällt jedoch auf, dass die Berichterstattung über den Brandenburger Fall nahezu gänzlich ohne den Extremismusbegriff auskommt (die &#8220;<a href="http://www.jungefreiheit.de/Single-News-Display.154+M54ab478e8c7.0.html">Junge Freiheit</a>&#8221; mal ausgenommen, die die Uni-Pressestelle zu den Vorfällen skandalöserweise sogar befragen durfte). Tatsächlich schenkt die Berichterstattung den kritischen inhaltlichen Positionen der Protestierenden sogar relativ breiten Raum. Bemerkenstwert ist z.B., was sich am 28.5. in der <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11216878/60709/Universitaet_Vortrag_von_Erika_Steinbach_von_Protesten_begleitet.html">Märkischen Allgemeinen Zeitung</a> findet: <em>&#8220;„Studieren wo andere Geschichte fälschen“ stand auf einem der Spruchbänder, und Geschichtsfälschung ist es, was die Protestierenden Steinbach vorwerfen. Sie beziehen sich dabei auf die Positionen der Befürworterin eines Zentrums für Vertreibungen, die noch 1990 gegen die deutsch-polnische Grenze stimmte.&#8221;</em> Wie gern würde man doch mal Vergleichbares zu einem solchen Vorgang in der LVZ lesen.</p>
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		<title>Einmal Ausländer&#8230;</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 09:27:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>elb</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländerkriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschsein]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
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		<description><![CDATA[... immer Ausländer. So hätte es zumindest gerne eine Arbeitsgruppe der Innenministerkonferenz, die laut taz fordert, in der Kriminalstatistik nicht nur wie bisher zwischen "Deutschen" und "Ausländern" zu unterscheiden, sondern auch zwischen "Deutschen" und "Eingebürgerten". Ein Sprecher des Bundes Deutscher Kriminalbeamter wird in der taz mit den (vor längerer Zeit gegenüber der Welt geäußerten) Worten zitiert, die bisherige Statistik kriminalisiere Deutsche, weil auch "eingedeutschte" Personen als "Deutsche" erfasst würden. Die Vorstellung, "Ausländer" (ob mit deutschem Pass oder ohne) seien "krimineller" als "Deutsche", scheint sich hartnäckig zu halten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; immer Ausländer. So hätte es zumindest gerne eine Arbeitsgruppe der Innenministerkonferenz, die laut <a href="http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/wo-kommen-deine-eltern-her/?src=SE&amp;cHash=de7b9fcba1" target="_blank">taz</a> fordert, in der Kriminalstatistik nicht nur wie bisher zwischen &#8220;Deutschen&#8221; und &#8220;Ausländern&#8221; zu unterscheiden, sondern auch zwischen &#8220;Deutschen&#8221; und &#8220;Eingebürgerten&#8221;. Ein Sprecher des <a href="http://www.bdk.de/" target="_blank">Bundes Deutscher Kriminalbeamter</a> wird in der taz mit den (vor längerer Zeit gegenüber der <em>Welt </em>geäußerten) Worten zitiert, die bisherige Statistik kriminalisiere Deutsche, weil auch &#8220;eingedeutschte&#8221; Personen als &#8220;Deutsche&#8221; erfasst würden. Die Vorstellung, &#8220;Ausländer&#8221; (ob mit deutschem Pass oder ohne) seien &#8220;krimineller&#8221; als &#8220;Deutsche&#8221;, scheint sich hartnäckig zu halten.<span id="more-5"></span></p>
<p>Dass sie irgendwie ganz anders sind, scheint ohnehin klar. Auch die Studie <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_012/nn_122688/Internet/Content/Broschueren/2007/Muslime_20in_20Deutschland.html" target="_blank">&#8220;Muslime in Deutschland&#8221;</a> sieht sich bemüßigt, &#8220;unabhängig von der aktuellen Staatsbürgerschaft&#8221; die eigentliche &#8220;nationale/ethnische Herkunft&#8221; der befragten Muslime zu berücksichtigen. Dies bezieht sich auf die Minderheit der Muslime deutscher Staatsbürgerschaft, die so (aufgrund einer eigenen früheren Staatsbürgerschaft oder anhand der Nationalität des Vaters zum Zeitpunkt seiner Geburt) den &#8220;fremden&#8221; Kategorien zugeordnet werden können.</p>
<p>Was interessante Fragen aufwirft. Beeinflusst die Herkunft des Vaters das Verhalten von Menschen so nachhaltig? Was ist mit den Müttern? Und was hat dies mit den &#8220;fremdenfeindlichen&#8221; Einstellungen eines Großteils der &#8220;deutschen&#8221; Jugendlichen zu tun, die ebenfalls in einem Bericht für die Innenministerkonferenz konstatiert wurden (siehe <a href="http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/154/169660/" target="_blank">Artikel in der SZ</a>)?</p>
<p>Siehe auch: <a href="http://www.engagiertewissenschaft.de/content/view/94/83/" target="_blank">Positionspapier</a> von FKR und ADB zur Debatte um &#8220;Ausländerkriminalität&#8221;, Interview mit dem FKR in der Analyse zum &#8220;Fall Ermyas M.&#8221; der <a href="http://www.opferperspektive.de/Home/713.html" target="_blank">Opferperspektive</a> Brandenburg.</p>
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